Fragen sie uns doch direkt an und sie erhalten ihr angebot. Schnell und unverbindlich!
Vielen Dank für Ihre Anfrage. In Kürze erhalten Sie Ihr Angebot.

Der TextControl-Newsletter

Leider können wir Sie nicht überall hin mitnehmen. Aber wir lieben es, über die interessantesten Themen rund um das Thema Sprache zu schreiben. Mit dem TextControl-Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden!

Zur Anmeldung
newsletter teaser

Jugendsprache und Netzjargon

1010 742 TextControl

Unvollständige Sätze, der Verzicht auf Grammatik, virale Slangwörter und verwirrende Hashtags prägen insbesondere die Sprache im Internet. Aber herrscht beim Netzjargon wirklich völlige Anarchie und droht in Bezug auf die Sprache der Kulturverlust?

A: «Späta party?» B: «Yalla, bin dabei.» A: «Bääm.»

So oder so ähnlich könnte eine kurze Unterhaltung zwischen zwei Jugendlichen aussehen, bei der Erwachsene nur noch mit den Schultern zucken und Sprachpuristen ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Auch viele Eltern befürchten, dass das Chatten, Bloggen und Posten dazu führt, dass ihre Kinder, bei denen Rechtschreibung und Grammatik noch nicht gefestigt sind, kein korrektes Deutsch mehr lernen.

Doch Experten geben Entwarnung: Insgesamt habe die Schreibkompetenz nicht nachgelassen. Tatsächlich sei diese sogar breiter geworden, denn eine einheitliche Websprache gibt es nicht. In einer E-Mail schreibt man anders als im Chat. Jede Plattform hat ihr eigenes Vokabular. So haben die unterschiedlichen Sprachstile auch ganz unterschiedlichen Funktionen:

  • Abgrenzung gegenüber der Elterngeneration und anderen Jugendgruppen
  • eigene Identitätsbildung sowie Selbstinszenierung
  • Credibility-Effekt (Kommunikation von Glaubwürdigkeit und Authentizität)
  • Sprachökonomie (Tendenz zur sprachlichen Sparsamkeit und Vereinfachung)

Die Weiterentwicklung der Jugendsprache und des Netzjargons geschieht zudem sehr rasant. Was vorgestern noch «cool» war, war gestern «porno» und ist heute «lit». Damit Sie dennoch nicht wie ein kompletter «Kek» dastehen, haben wir Ihnen einige der (noch) aktuellen und relevanten Begriffe aus Netzjargon und Jugendsprache zusammengefasst.

Person, die sich durch verräterisches oder untreues Verhalten hervorhebt. Das Wort ist eine Anspielung auf den Paragrafen 31 des deutschen Betäubungsmittelgesetzes. Über den Hip-Hop-Jargon nahm diese Synonymisierung Einzug in die Jugendsprache und in den Netzjargon.
Versuche es zu verstehen!
einem oder mehreren deutschen Klischees entsprechend
Cool!
besiegen
beste Freundin / bester Freund (früher BFF: best friends forever)
Kumpel (russisches Slangwort für «Bruder»)
Doppelkinn-Challenge, bei der man Selfies mit Doppelkinn postet
an einer Strassenecke herumlungern und trinken
Jemand, der sich den Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie widersetzt. Wird auch als Synonym für Hamsterkäufer verwendet.
sich fremdschämen, etwas peinlich finden
sich abfällig über jemanden äussern
eine Beziehung via Text-Messenger beenden
jemand, der sich Luxus gönnt
Liebling
grossen Dank zum Ausdruck bringen
Instagrammer
Bedeutet je nach Kontext «Opfer», «Versager», «Möchtegern» oder «Loser». Seinen Ursprung hat «Kek» vermutlich in World of Warcraft. Der Ausdruck wurde dort von koreanischen Spielern verwendet.
(let me google that for you) Ausdruck, wenn jemand eine unnötige Frage stellt, die auch Google beantworten kann
sehr cool / sehr cooler Moment
sicher per E-Mail melden
Zusammensetzung aus «nap» und «Netflix». Ein Nickerchen machen und dabei einen Film laufen lassen.
Halbglatze
Ausraster. «Der ist gerade voll am Ranten!»
single
Gefühl, wenn man zu lange am Bildschirm gearbeitet oder ferngesehen hat
lässige Ausstrahlung
grosse Versprechen machen, ohne dabei an die Folgen zu denken
Entschuldigung
Streit (Beef) über Twitter
definitiv, unbestritten
uncool, langweilig
Auf geht’s! / Hau ab!